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Julian Rosefeldt. Deep Gold

Der deutsche Künstler Julian Rosefeldt positioniert seine Video- und Filmarbeiten an der Schnittstelle zwischen Film und bildender Kunst. Inszeniert in hoher technischer Perfektion und mit ansprechenden Settings, verwandeln Rosefeldts Filme den Raum in einen Kosmos bewegter Bilder, die wie hyperreale Welten oder Auszüge aus einem Paralleluniversum wirken. Dabei gelingt es ihm, die Brisanz gesellschaftlicher, kultureller und politischer Themen mit spielerischer Leichtigkeit und dennoch mit dem Nachdruck starker Bilder zu vermitteln.

Der kürzlich entstandene Schwarz-Weiß-Film Deep Gold bezieht sich auf eine Szene aus Luis Buñuels surrealistischem Klassiker L’Âge d’or (1930). Rosefeldt versetzt die Szene in das Berlin der 1920er Jahre, in dessen großstädtischem Umfeld verschiedene Parallelwelten zusammenwirken. Er unterläuft wie seine Vorlage bestehende gesellschaftliche Konventionen und verweist explizit auf die jüngere feministische Geschichte. Der Ort, an dem Dekadenz und Lustbetontheit gefeiert wird, ist die Burlesque-Bar Deep Gold.

Der Film Deep Gold ist auf der Seite des Künstlers zu sehen (18 min 12 sec).

Julian Rosefeldt. Deep Gold
Künstlerbuch zur Ausstellung in der Landesgalerie Linz von 12. November 2015 bis 24. April 2016.
Herausgeber: Landesgalerie Linz, Inga Kleinknecht und Gabriele Spindler
Publikationsmanagement, Redaktion: Kristin Rieber
Gestaltung: Ulrich Kehrer
Verlag: Distanz, Berlin, 2016, ISBN 978-3-95476-147-0
Ausstattung:
144 Seiten
255 x 300 mm
4c-Druck
Fadenheftung
Halbleinen-Einband mit Heißfolienprägung
Daunenfeder im Kern eingelegt
Englisch/Deutsch